Configuration Manager auf dem Abstellgleis? Warum SCCM-Know-how jetzt erst recht zählt.







Microsoft hat im November 2025 angekündigt, den Configuration Manager (ConfigMgr/SCCM) ab Version 2609 nur noch einmal jährlich mit einem Major-Release zu versorgen – statt wie bisher zweimal pro Jahr. Die Botschaft dahinter ist eindeutig: Neue Innovationen verlagern sich in Richtung Intune, während ConfigMgr künftig in erster Linie auf Stabilität und Security optimiert wird.

In der Admin-Community schlagen die Wellen seit der Ankündigung hoch. Die Kritik reicht von fehlender Feature-Parität in Intune bis hin zu Sorgen über weniger granulare Kontrolle in lokalen Umgebungen. Eine Frage taucht dabei immer wieder auf: Brauche ich SCCM-Know-how überhaupt noch?

Die kurze Antwort: Ja. Und zwar gerade jetzt.





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Marek Augsten
Fachdozent





Warum ConfigMgr nicht verschwindet – sondern seine Rolle wechselt

ConfigMgr wird nicht abgekündigt. Microsoft positioniert das Produkt vielmehr neu: als stabiles Rückgrat hybrider Umgebungen, das gemeinsam mit Intune im sogenannten Co-Management den Weg in Richtung Cloud ebnet. Genau dieser Übergang ist es, der ConfigMgr-Wissen so wertvoll macht. Wer von einer reinen On-Premise-Welt in moderne Cloud-Szenarien wechseln möchte, kommt ohne fundierte Kenntnisse des Configuration Managers schlicht nicht aus.

Co-Management klingt auf dem Papier einfach. In der Praxis ist es alles andere als das.

 

Die wichtigsten Herausforderungen im Co-Management

Klare Aufgabenteilung über Workloads

Eine der größten Hürden ist die Frage, welches System wofür zuständig ist. Über sogenannte Workloads legst Du fest, ob Updates, Apps oder Compliance über ConfigMgr oder über Intune laufen. Wer diese Verantwortlichkeiten nicht sauber plant, riskiert widersprüchliche Richtlinien und unerwartetes Verhalten auf den Endgeräten.

Anspruchsvolle technische Basis

Co-Management setzt eine zuverlässige Synchronisation zwischen lokalem Active Directory und Microsoft Entra ID voraus. Mobile oder externe Clients benötigen darüber hinaus häufig ein Cloud Management Gateway (CMG) – ein Baustein, der zusätzliche Kosten und Verwaltungsaufwand mit sich bringt.

Unterschiedliche Ansätze im Applikations-Management

Während ConfigMgr stark auf lokale Infrastruktur und individuell paketierte Software setzt, arbeitet Intune cloudbasiert und standardisiert. Ohne Bandbreiten- und Update-Optimierung kann der Umstieg schnell zu hoher Internetlast und Performance-Problemen führen.

Verstreute Daten erschweren das Reporting

Inventar-, Compliance- und Fehlerdaten verteilen sich auf unterschiedliche Portale und Log-Quellen. Wer Probleme schnell analysieren oder belastbare Reports erstellen möchte, muss wissen, wo welche Information zu finden ist – und wie sich beide Welten sinnvoll zusammenführen lassen.

Konflikte zwischen GPOs und MDM-Richtlinien

Klassische Gruppenrichtlinien (GPOs) und moderne MDM-Richtlinien aus Intune können sich gegenseitig in die Quere kommen. Ohne klare Priorisierung drohen instabile oder inkonsistente Konfigurationen – ein Problem, das in der Praxis oft erst auffällt, wenn es bereits Anwender betrifft.

 

Co-Management ist kein Schalter, sondern ein Prozess

Wer Co-Management erfolgreich einführen will, behandelt es nicht als technische Spielerei, sondern als Transformationsprozess. Zuständigkeiten müssen klar definiert, Richtlinien konsolidiert und Cloud-Konzepte strategisch eingeführt werden – statt ConfigMgr und Intune parallel „alles machen zu lassen".

Und genau hier zeigt sich, warum solide ConfigMgr-Kenntnisse heute wichtiger sind denn je: Sie sind die Grundlage, auf der jede sinnvolle Übergangsstrategie aufbaut.

 

Das Fundament, das bleibt

Microsofts neue Release-Strategie ändert nichts daran, dass ConfigMgr in unzähligen Unternehmen das Rückgrat der Client-Verwaltung bildet. Wer diese Basis beherrscht, kann fundierte Entscheidungen treffen – ob Migration, hybrider Betrieb oder schrittweiser Cloud-Übergang.

In unserem Configuration Manager Basis-Kurs vermitteln wir Dir genau dieses Fundament: ConfigMgr on-premise – verständlich, praxisnah und vollständig. Themen wie Co-Management reißen wir an, damit Du ein Gefühl für die Übergänge bekommst. Wer tiefer einsteigen möchte, findet bei uns darauf aufbauende Spezialkurse rund um Co-Management und die Cloud-Welt.

Microsofts Ankündigung mag Zündstoff in der Community liefern. Für Dich ist sie vor allem eines: ein guter Anlass, das Fundament Deiner Infrastruktur zu festigen.

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Änderungen und Irrtümer vorbehalten.






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